“Hier gibt es eine sehr schöne modifizierte TR 505 im Vintage-look mit Holzseitenwangen zu ersteigern.
Das Gerät hat Einzelausgänge als 6,3mm Klinke und Triggerausgänge als 3,5mm Klinke verpasst bekommen. Diese sind an der Rückseite in ein Blech aus gebürstetem Aluminium angebracht und auch vernünftig beschriftet.
Gerade die Triggerausgänge sind für Leute, die z.B. ein Modularsystem oder ähnliches besitzen, sehr interessant, da mit ihnen Hüllkurve, Sequencer und ähnliches angesteuert werden können. Die Einzelausgäge erlauben es dann auch endlich einzelne Instrumente separat mit Effekten zu versehen oder zu EQ-en… da kann man sich mal so richtig austoben und dem kleinen Kerl ungeahnten Druck entlocken.
Praktischerweise agiert das Gerät auch als MIDI-to-Triggert-Converter! Die Midi-implementation der TR 505 ist recht umfangreich, der Sequencer leicht zu programmieren, was auch mit dem übersichtlichen und großen Display zusammenhängt. Alles in allem macht es sehr viel Spaß mit dem Ding zu spielen!
Auf der Gehäusefront sind 16 neue Drehregler untergebracht, diese sitzen ebenfalls auf einem beschrifteten Frontblech aus gebürstetem Aluminium:
Da sind zunächst die Volumepotis, diese erlauben es die einzelnen Voices separat in der Lautstärke zu regeln (Rim und Clap sind zusammen gefasst, genau so wie die Toms und die Timbale, die offene und geschlossene HiHat, das Ride und die Crash).
Gleichzeitig kann man über diese Potis den Sound auch etwas “anzerren”: In der 12-Uhr-Position ist das Maximum an Lautstärke erreicht, weiteres Drehen nach rechts bewirkt eine zunehmende Übersteuerrung der internen Mischerstufe. Dies gibt den Sounds nochmal mehr Druck und Schmutz! Um dieses Verhalten auch haptisch zu unterstreichen wurden Volumepotis mit Mittenrastung auf 12 Uhr gewählt.
Die Einzelausgänge sind von den Volumepotis unabhängig, d.h.: der Sound kann an den Einzelausgängen abgegriffen werden und liegt parallel an beiden Masterausgängen an. Der dazu gehörige Volumepoti beeinflusst nur die Lautstärke im Masterausgang, nicht im Einzelausgang – da dieser naturgemäß ja an einen Kanal im Mischpult angeschlossen wird (und vorher vielleicht noch durch diverse Effekte geschickt wird).
Die anderen 8 Potis regeln die Tonhöhen der Sounds. Dies ist in einem weiten Bereich möglich – zur Erinnerung: im unmodifizierten Zustand ins keinerlei Klangregelung an der TR 505 möglich!
Dies wurde durch das hinzufügen von 8 neuen internen Oszillatoren ermöglicht, mit denen sich nun die Abspielgeschwindigkeit der Sound steuern lässt. Der Pitch kann in einem weiten Bereich geregelt werden und der Effekt reicht von bitgecrunchtem Lofi zu hochgepitchten Zippersounds. Die “normalen” TR 505 Sounds sind natürlich ebenfalls immer noch “reindrehbar”. Da sich die Resultate etwas von dem unterscheidet was man bei anderen Geräten unter “Pitch” versteht, sind die Drehregler mit “Warp” bezeichnet.
Es ist naturgemäß schwierig den Sound zu beschreiben, deshalb gibt es hier ein paar Samples, die einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten der Maschine geben. Alle Samples sind “dry” aufgenommen, d.h. kein EQ-ing und keine Effekte wurden verwendet.
http://soundcloud.com/cree/tr505xl-showcase
Die Modifikationen entstanden auf der Basis von Burnkit2600 (googlen) und sind getestet und bewährt.
Alles in Allem ist dieses eine sehr interessante Drumbox mit massig Möglichkeiten. Schon mal darüber nachgedacht die Crash extrem tief zu stimmen, durch einen Filter im Modularsystem zu schicken, und mit dem Triggerausgang der Crash gleichzeitig einen EG-Generator zu triggern, welcher den Filter sweept?
Selbst als reiner Triggersequencer ist diese 505 extrem gut geeignet!
Zum Lieferumfang gehört das originale Handbuch. Ich gebe ausserdem noch die zum Betrieb notwendigen Batterien hinzu. Sie können die TR 505 auch mit einem handelsüblichen 9V-Netzteil betreiben.” Link


